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Reicht mein Hausanschluss für Wallbox + Wärmepumpe?
Berechnen Sie in 2 Minuten, ob Ihr Hausanschluss für Wallbox, Wärmepumpe und PV-Speicher ausreicht — oder ob Lastmanagement bzw. Anschluss-Erweiterung nötig wird.
Hausanschluss-Check: Reicht Ihr Anschluss für Wallbox und Wärmepumpe?
Wer Wallbox, Wärmepumpe oder PV-Anlage plant, sollte vorher prüfen, ob der Hausanschluss reicht — sonst gibt es spätere Überraschungen mit teurer Anschluss-Erweiterung. Tool berechnet Auslastung in 2 Minuten.
1Wie groß ist Ihr Hausanschluss?
Die Hauptsicherung steht im Sicherungskasten ganz oben oder im Zählerschrank. Bei Unsicherheit nehmen Sie 35 A — das ist der Standard moderner Wohnhäuser.
2Welche Großverbraucher haben Sie heute?
3Was planen Sie zusätzlich?
Berechnungs-Grundlage: Hausanschluss-Leistung = Hauptsicherung × 230 V × 3 Phasen. Verbraucher-Leistungen nach DIN 18015-1 und Hersteller-Praxiswerten. Gleichzeitigkeitsfaktoren konservativ konfiguriert (Wallbox 100 %, Wärmepumpe 85 %, Herd 40 %, Durchlauferhitzer 25 %). Standardlast für Steckdosen und Beleuchtung pauschal 2 kW. Kosten-Ranges sind Marktwerte 2026 für deutsche Netzbetreiber (FairNetz, NetzeBW, Stadtwerke). Realer Aufwand kann je nach Hausstand variieren — die kostenlose Vor-Ort-Begehung gibt Sicherheit.
Was bedeutet die Hausanschluss-Größe?
Der Hausanschluss ist die Schnittstelle zwischen Ihrem Hausnetz und dem Stromnetz des Netzbetreibers. Die Hauptsicherung definiert das Maximum gleichzeitig: 35 A × 230 V × 3 Phasen = ca. 24 kW. Bei Bestandsbauten aus den 1960er-1980er Jahren ist die Hauptsicherung oft kleiner (25 A oder 32 A).
Wichtig: Die Hauptsicherung definiert das Maximum gleichzeitig, nicht den Durchschnittsverbrauch. Wenn Wallbox (11 kW), Wärmepumpe (4 kW) und Elektroherd (8 kW) gleichzeitig laufen, summiert sich das schnell auf 23 kW — und die Sicherung löst aus, sobald noch ein Durchlauferhitzer dazukommt.
Lastmanagement vs. Hausanschluss-Erweiterung
Lastmanagement (200–600 €): Eine Smart-Energy-Manager-Hardware misst den Hausverbrauch in Echtzeit und drosselt automatisch die Wallbox, wenn Wärmepumpe oder Backofen laufen. Das Auto lädt einfach 1–2 Stunden länger, statt dass die Sicherung auslöst. Funktioniert für 80 % der Fälle.
Hausanschluss-Erweiterung (3.000–9.000 €): Der Netzbetreiber tauscht den Hausanschluss-Kasten und legt eine größere Zuleitung. Vorlauf 8–16 Wochen typisch. Notwendig, wenn auch mit Lastmanagement keine ausreichende Reserve übrig bleibt. Detail im Wallbox-Lastmanagement-Beitrag.
Beratung in Reutlingen, Pfullingen und Tübingen
Wir bei SKA Elektrotechnik prüfen Ihren Sicherungskasten kostenlos vor Ort und empfehlen die wirtschaftlichste Lösung — Lastmanagement oder Anschluss-Erweiterung. Bei der Vor-Ort-Begehung sehen wir Reserven, die das Tool nicht erkennen kann (Querschnitt der Hauptzuleitung, freie LS-Plätze, Trafostations-Auslastung im Quartier).
Lokale Beratung: Reutlingen · Pfullingen · Tübingen · Stuttgart · Esslingen · Metzingen · Bad Urach. Kostenlose Vor-Ort-Begehung anfragen.
Wie rechnet der Rechner?
Der Hausanschluss-Check prüft, ob Ihre Hauptsicherung die kombinierte Spitzenlast aller Großverbraucher trägt — heute und nach geplanten Erweiterungen wie Wallbox oder Wärmepumpe. Grundlage ist DIN 18015-1 mit Gleichzeitigkeitsfaktoren: Nicht alle Verbraucher laufen gleichzeitig auf Volllast. Jedem Verbraucher wird ein Faktor zugeordnet — Elektroherd 0,4 (gleichzeitiges Vollkochen aller Platten ist selten), Durchlauferhitzer Dusche 0,25 (kurze Spitzen morgens und abends), Wärmepumpe 0,85 (läuft fast durchgängig), Wallbox 1,0 (lädt mit voller Leistung über Stunden).
Der Rechner addiert die Nennleistungen Ihrer Verbraucher und multipliziert mit dem jeweiligen Gleichzeitigkeitsfaktor — das Ergebnis ist die effektive Spitzenlast in kW. Eine Standardlast von 2 kW (Beleuchtung, Steckdosen, Kühlschrank, IT) wird pauschal addiert.
Diese effektive Spitzenlast wird mit der Belastbarkeit Ihrer Hauptsicherung verglichen: 25 A trägt rund 17,3 kW (25 A × 230 V × 3 Phasen), 32 A → 22,1 kW, 35 A → 24,2 kW, 50 A → 34,5 kW, 63 A → 43,5 kW. Die Auslastung in Prozent ist der zentrale Wert für die Empfehlung:
- Unter 90 % Auslastung — Reserven vorhanden, keine zusätzlichen Maßnahmen nötig.
- 90 bis 110 % Auslastung — dynamisches Lastmanagement empfohlen (200 bis 600 €, Vorlauf 1 bis 2 Wochen). Ein Smart-Energy-Manager drosselt die Wallbox automatisch, wenn Wärmepumpe und Durchlauferhitzer gleichzeitig laufen — die rechnerische Spitze fällt unter die Hauptsicherung, ohne dass Komfort verloren geht.
- Über 110 % Auslastung — Anschluss-Erweiterung beim Netzbetreiber empfohlen. 50 A kostet 3.000 bis 6.000 € mit 8 bis 16 Wochen Vorlauf, 63 A 5.000 bis 9.000 € mit 12 bis 20 Wochen Vorlauf. Lastmanagement allein reicht nicht mehr aus, weil die rechnerische Grundauslastung schon zu hoch ist.
Jede Wallbox ist beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister anmeldepflichtig (VDE-AR-N 4100); Wallboxen über 11 kW sind zusätzlich genehmigungspflichtig, ebenso jede Hausanschluss-Erweiterung. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen über 4,2 kW — faktisch jede Wallbox und jede Wärmepumpe — fallen darüber hinaus unter § 14a EnWG (Reform 2024): Der Netzbetreiber darf ihren Netzbezug bei lokalen Engpässen vorübergehend auf mindestens 4,2 kW drosseln — niemals ganz abschalten —, im Gegenzug gibt es dauerhaft reduzierte Netzentgelte. Details im §14a-Ratgeber.
Normative Grundlagen: DIN 18015-1 (Elektrische Anlagen in Wohngebäuden), VDE-AR-N 4100 (Anschlussnutzungsbedingungen Niederspannung), § 14a EnWG (Steuerbarkeit), TAB des jeweiligen Netzbetreibers für die konkrete Erweiterungs-Spezifikation.
Beispielrechnungen
Drei typische Konstellationen aus der Praxis, jeweils ausgehend von einer 35-A-Hauptsicherung (Standard moderner Wohnhäuser). Die drei Szenarien zeigen die drei Empfehlungs-Stufen des Rechners.
| Szenario | Hauptsicherung | Heute (Spitze · Auslastung) | Nach Erweiterung (Spitze · Auslastung) | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| EFH 35 A — Bestand E-Herd; Wallbox 11 kW + WP mittel installieren | 35 A · 24.15 kW | 5.2 kW · 21.5 % | 19.18 kW · 79.4 % | OK — Reserven vorhanden — keine Maßnahmen nötig. |
| EFH 35 A — Bestand E-Herd + Durchlauferhitzer Dusche; Wallbox 11 kW + WP groß installieren | 35 A · 24.15 kW | 9.7 kW · 40.2 % | 24.95 kW · 103.3 % | Lastmanagement empfohlen — Dynamisches Lastmanagement (200–600 €, Vorlauf 1-2 Wochen) |
| EFH 35 A — Bestand E-Herd + Durchlauferhitzer Dusche; Wallbox 22 kW + WP groß + Klimaanlage installieren | 35 A · 24.15 kW | 9.7 kW · 40.2 % | 38.35 kW · 158.8 % | Anschluss-Erweiterung empfohlen — Erweiterung auf 50 A (3000–6000 €, Vorlauf 8-16 Wochen) |
Die Auslastung in Prozent bezieht sich auf die effektive Spitzenlast unter Gleichzeitigkeitsfaktoren — die theoretische Worst-Case-Auslastung (alle Verbraucher gleichzeitig auf Volllast) liegt deutlich höher und wird vom Rechner separat ausgewiesen, ist aber für die Bemessung der Hauptsicherung weniger relevant.
Vertiefungsartikel
Warum SKA Elektrotechnik für die Hausanschluss-Beratung?
- Vor-Ort-Begehung kostenlos: Sicherungskasten-Sichtprüfung, Hauptzuleitungs-Querschnitt, freie LS-Plätze, Trafostations-Auslastung im Quartier
- Netzbetreiber-Erfahrung: FairNetz (Reutlingen), Stadtwerke Pfullingen, Stadtwerke Tübingen, NetzeBW (Stuttgart) — wir kennen die Anmelde- und Erweiterungs-Prozesse
- Lastmanagement statt Erweiterung wenn möglich: 200–600 € statt 3.000–9.000 €. Wir empfehlen die wirtschaftlichste Lösung.
- Sektorkopplung gedacht: Wenn Sie heute Wallbox installieren wollen, planen wir die Wärmepumpe und PV von morgen mit ein
- Normgerecht: DIN VDE 0100 mit Messprotokoll, DGUV-V3-Dokumentation
Vor-Ort-Begehung kostenlos anfragen
Sagen Sie uns Ihre Adresse, Hausanschluss-Größe (falls bekannt) und welche Geräte Sie planen — wir kommen in der Regel innerhalb einer Woche vorbei und liefern eine konkrete Empfehlung.
FAQ — Häufige Fragen zum Hausanschluss
Antworten zur Hausanschluss-Größe, Lastmanagement und Erweiterungs-Kosten.
Wie finde ich heraus, wie groß mein Hausanschluss ist?
Im Sicherungskasten oder Zählerschrank, ganz oben oder direkt am Zähler, finden Sie die Hauptsicherung — drei Schmelzsicherungen oder ein 3-poliger Selektivschalter mit Aufdruck wie '35 A' oder 'NH 25'. Diese Zahl ist Ihre Hausanschluss-Größe. Bei Unsicherheit: 35 A ist der häufigste Wert für Wohnhäuser ab 1990. In Bestandsbauten 1960–1980 oft 25 oder 32 A.
Was passiert wenn der Hausanschluss überlastet wird?
Die Hauptsicherung löst aus — der gesamte Strom im Haus fällt aus. Sie können nicht selbst zurücksetzen, sondern müssen den Netzbetreiber-Kundendienst rufen (Vorlauf: einige Stunden bis zum Folgetag). Bei wiederholter Auslösung verlangt der Netzbetreiber meist eine Anschluss-Erweiterung.
Wann reicht Lastmanagement, wann muss der Anschluss erweitert werden?
Faustregel: Wenn die realistische Auslastung nach Erweiterung unter 110 % liegt, löst Lastmanagement das Problem (200–600 € einmalig). Bei über 110 % wird auch mit Lastmanagement keine ausreichende Reserve übrig bleiben — Anschluss-Erweiterung auf 50 oder 63 A wird notwendig (3.000–9.000 € beim Netzbetreiber, Vorlauf 8–16 Wochen).
Was kostet eine Hausanschluss-Erweiterung in Reutlingen 2026?
Vom Standard 35 A auf 50 A: typisch 3.000–6.000 € (FairNetz-Anschlusskosten + Hauselektrik-Anpassung). Vom Bestand 25 A auf 50 A: oft 5.000–8.000 € weil zusätzlich der Hausanschluss-Kasten getauscht werden muss. Vorlauf: 8–16 Wochen je nach Auslastung des Tiefbaupartners. Detail im Wallbox-Lastmanagement-Beitrag.
Was bedeutet §14a EnWG für meinen Hausanschluss?
Seit 2024 müssen steuerbare Verbraucher (Wärmepumpe, Wallbox > 4,2 kW, Stromspeicher) für den Netzbetreiber drosselbar sein — im Engpass darf er die Leistung pro Verbraucher auf min. 4,2 kW reduzieren. Praktisch heißt das: Im worst case bei lokal überlastetem Niederspannungsnetz drosselt FairNetz/swt/NetzeBW Ihre Wallbox auf 4,2 kW. Dafür gibt's Netzentgelt-Reduzierung. Tritt selten auf, ist aber rechtlicher Rahmen.
Wie genau ist die Berechnung in diesem Tool?
Das Tool nutzt Verbraucher-Standardwerte aus DIN 18015-1 und konservative Gleichzeitigkeitsfaktoren — gut genug für eine Vorabprüfung. Real kann der Wert ±10–15 % abweichen je nach Gerätemodell und Nutzungsverhalten. Die Vor-Ort-Begehung berücksichtigt zusätzlich Hauptzuleitungs-Querschnitt, freie LS-Plätze und lokale Trafostations-Auslastung — Faktoren die das Tool nicht kennen kann.

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