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Reicht mein Hausanschluss für Wallbox + Wärmepumpe?
Berechnen Sie in 2 Minuten, ob Ihr Hausanschluss für Wallbox, Wärmepumpe und PV-Speicher ausreicht — oder ob Lastmanagement bzw. Anschluss-Erweiterung nötig wird.
Hausanschluss-Check: Reicht Ihr Anschluss für Wallbox und Wärmepumpe?
Wer Wallbox, Wärmepumpe oder PV-Anlage plant, sollte vorher prüfen, ob der Hausanschluss reicht — sonst gibt es spätere Überraschungen mit teurer Anschluss-Erweiterung. Das Tool berechnet die Auslastung in 2 Minuten: einmal mit üblicher Gleichzeitigkeit und einmal bei Volllast aller Geräte.
Hausanschluss: Wie viel kW bei 35, 50 und 63 A?
Die Leistung eines dreiphasigen Hausanschlusses ergibt sich aus der Absicherung: P = √3 × 400 V × I × cos φ. Mit cos φ = 1 (ohmsche Lasten wie Durchlauferhitzer, Herd) gilt:
| Absicherung | Max. Leistung | je Phase (230 V) |
|---|---|---|
| 25 A | 17,3 kW | 5,8 kW |
| 32 A | 22,2 kW | 7,4 kW |
| 35 A | 24,2 kW | 8,1 kW |
| 50 A | 34,6 kW | 11,5 kW |
| 63 A | 43,6 kW | 14,5 kW |
| 80 A | 55,4 kW | 18,4 kW |
| 100 A | 69,3 kW | 23,0 kW |
Bei Motor- und Elektroniklasten (cos φ um 0,95) liegt die nutzbare Wirkleistung rund 5 % darunter. Die Werte gelten nur, wenn die Last gleichmäßig auf alle drei Phasen verteilt ist — einphasige Geräte belasten eine Phase allein (z. B. 16 A × 230 V = 3,7 kW). Die Absicherung begrenzt die Leistung, die gleichzeitig fließen kann, nicht den Jahresverbrauch.
1Wie groß ist Ihr Hausanschluss?
Die Hauptsicherung steht im Sicherungskasten ganz oben oder im Zählerschrank. Bei Unsicherheit nehmen Sie 35 A — das ist der Standard moderner Wohnhäuser.
2Welche Großverbraucher haben Sie heute?
3Was planen Sie zusätzlich?
Wärmepumpe: bitte nur eine Größe wählen. Ersetzt die geplante Wärmepumpe eine vorhandene, wählen Sie nur die neue.
4PV-Anlage und Speicher (optional)
Eine PV-Anlage senkt die Spitzenlast nicht verlässlich (abends und im Winter liefert sie wenig) und wird deshalb nicht gegengerechnet. Geprüft wird, ob der Anschluss die Einspeiseleistung trägt. Lädt der Speicher nur aus PV-Überschuss, belastet er den Anschluss nicht zusätzlich.
Berechnungs-Grundlage: Anschlussleistung = √3 × 400 V × Hauptsicherung (cos φ = 1). Verbraucher-Leistungen sind typische Nennleistungen; bitte bei Abweichung das Typenschild prüfen. Die Gleichzeitigkeitsfaktoren sind SKA-Erfahrungswerte (Wallbox 100 %, Wärmepumpe 85 %, Herd 40 %, Durchlauferhitzer 20–25 %) — keine Normwerte. Standardlast für Steckdosen und Beleuchtung pauschal 2 kW. Einphasige Geräte werden auf die am wenigsten belastete Phase verteilt; die höchstbelastete Phase entscheidet. Kostenangaben sind SKA-Richtwerte, keine Preise der Netzbetreiber — Netzanschlusskosten und Baukostenzuschuss legt der jeweilige Netzbetreiber fest. Die kostenlose Vor-Ort-Begehung gibt Sicherheit.
Was bedeutet die Hausanschluss-Größe?
Der Hausanschluss ist die Schnittstelle zwischen Ihrem Hausnetz und dem Stromnetz des Netzbetreibers. Die Hauptsicherung definiert das Maximum gleichzeitig: 35 A × √3 × 400 V = ca. 24 kW. Bei Bestandsbauten aus den 1960er-1980er Jahren ist die Hauptsicherung oft kleiner (25 A oder 32 A).
Wichtig: Die Hauptsicherung definiert das Maximum gleichzeitig, nicht den Durchschnittsverbrauch. Wenn Wallbox (11 kW), Wärmepumpe (4 kW) und Elektroherd (8 kW) gleichzeitig laufen, summiert sich das schnell auf 23 kW — und die Sicherung löst aus, sobald noch ein Durchlauferhitzer dazukommt. Deshalb zeigt der Rechner neben der üblichen Alltags-Spitze immer auch die Volllast aller Geräte.
Lastmanagement vs. Hausanschluss-Erweiterung
Lastmanagement (200–600 €): Eine Smart-Energy-Manager-Hardware misst den Hausverbrauch in Echtzeit und drosselt automatisch die Wallbox, wenn Wärmepumpe, Durchlauferhitzer oder Backofen laufen. Das Auto lädt dann länger, statt dass die Sicherung auslöst. Das funktioniert, solange die übrigen Verbraucher allein genug Reserve lassen.
Hausanschluss-Erweiterung (3.000–9.000 €, SKA-Richtwert): Der Netzbetreiber tauscht die Hausanschlusssicherung und je nach Bestand den Hausanschlusskasten und die Zuleitung. Ist die Sicherung im Hausanschlusskasten bereits größer als der Hauptschalter im Zählerschrank, kann die Erhöhung einfacher und günstiger ausfallen. Notwendig ist die Erweiterung, wenn auch mit Lastmanagement keine ausreichende Reserve übrig bleibt. Detail im Wallbox-Lastmanagement-Beitrag.
Beratung in Reutlingen, Pfullingen und Tübingen
Wir bei SKA Elektrotechnik prüfen Ihren Sicherungskasten kostenlos vor Ort und empfehlen die wirtschaftlichste Lösung — Lastmanagement oder Anschluss-Erweiterung. Bei der Vor-Ort-Begehung sehen wir Reserven, die das Tool nicht erkennen kann (Querschnitt der Hauptzuleitung, freie LS-Plätze, Trafostations-Auslastung im Quartier).
Lokale Beratung: Reutlingen · Pfullingen · Tübingen · Stuttgart · Esslingen · Metzingen · Bad Urach. Kostenlose Vor-Ort-Begehung anfragen.
Wie rechnet der Rechner?
Der Hausanschluss-Check prüft, ob Ihre Hauptsicherung die kombinierte Spitzenlast aller Großverbraucher trägt — heute und nach geplanten Erweiterungen wie Wallbox oder Wärmepumpe. Er rechnet dafür zwei Werte:
- Volllast: Alle gewählten Geräte laufen gleichzeitig mit Nennleistung, plus 2 kW Standardlast (Beleuchtung, Steckdosen, Kühlschrank, IT). Das ist der ungünstigste Fall, bei dem die Hauptsicherung auslösen kann.
- Alltags-Spitze: Jede Nennleistung wird mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor gewichtet — Elektroherd 0,4 (gleichzeitiges Vollkochen aller Platten ist selten), Durchlauferhitzer Dusche 0,25 (kurze Spitzen morgens und abends), Wärmepumpe 0,85 (läuft fast durchgängig), Wallbox 1,0 (lädt mit voller Leistung über Stunden). Die Faktoren sind SKA-Erfahrungswerte, keine Normwerte.
Beide Werte werden mit der Belastbarkeit Ihrer Hauptsicherung verglichen (√3 × 400 V × Nennstrom): 25 A trägt rund 17,3 kW, 32 A → 22,2 kW, 35 A → 24,2 kW, 50 A → 34,6 kW, 63 A → 43,6 kW. Einphasige Geräte (z. B. Split-Klimaanlage, 1-phasig ladendes E-Auto) werden als Phasenstrom gerechnet; maßgeblich ist die höchstbelastete Phase. Daraus folgt die Empfehlung:
- Volllast bis 100 % — Ihr Anschluss reicht aus, auch wenn alles gleichzeitig läuft.
- Volllast über 100 %, Alltags-Spitze unter 110 % — dynamisches Lastmanagement empfohlen (200 bis 600 €). Ein Energiemanager drosselt die Wallbox automatisch, wenn Wärmepumpe, Herd und Durchlauferhitzer gleichzeitig laufen. Voraussetzung: Die nicht drosselbaren Verbraucher allein bleiben in der Alltags-Spitze unter 90 %.
- Alltags-Spitze ab 110 % oder nicht drosselbare Verbraucher ab 90 % — Anschluss-Erweiterung beim Netzbetreiber empfohlen. SKA-Richtwerte: 50 A 3.000 bis 6.000 €, 63 A 5.000 bis 9.000 €; Kosten und Vorlauf legt der Netzbetreiber fest.
Jede Wallbox muss vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden; übersteigt die Summen-Bemessungsleistung der Ladeeinrichtungen 12 kVA je Anlage (z. B. eine 22-kW-Wallbox), ist vorher seine Zustimmung nötig — der Netzbetreiber muss sich innerhalb von zwei Monaten äußern (§ 19 Abs. 2 NAV). Eine Hausanschluss-Erweiterung beantragen Sie ebenfalls beim Netzbetreiber. Im Marktstammdatenregister wird die Wallbox nicht eingetragen, wohl aber PV-Anlage und Batteriespeicher. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen über 4,2 kW — faktisch jede Wallbox und jede Wärmepumpe — fallen darüber hinaus unter § 14a EnWG (Reform 2024): Der Netzbetreiber darf ihren Netzbezug bei lokalen Engpässen vorübergehend auf mindestens 4,2 kW drosseln — niemals ganz abschalten —, im Gegenzug gibt es dauerhaft reduzierte Netzentgelte. Details im §14a-Ratgeber.
Grundlagen: DIN 18015-1 (Elektrische Anlagen in Wohngebäuden), VDE-AR-N 4100 (Technische Regeln für den Anschluss an das Niederspannungsnetz, u. a. Schieflastgrenze 4,6 kVA je Phase), § 19 NAV (Anmeldung von Ladeeinrichtungen), § 14a EnWG (Steuerbarkeit), TAB des jeweiligen Netzbetreibers für die konkrete Erweiterungs-Spezifikation.
Beispielrechnungen
Fünf typische Konstellationen, jeweils mit 35-A-Hauptsicherung (24,2 kW). Die Werte entsprechen der Ausgabe des Rechners.
| Szenario | Heute (Alltag · Volllast) | Nach Erweiterung (Alltag · Volllast) | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Bestand E-Herd; Wärmepumpe mittel installieren | 5,2 kW (21 %) · 10,0 kW (41 %) | 8,2 kW (34 %) · 13,5 kW (56 %) | Reicht aus — auch bei Volllast. |
| Bestand E-Herd; Wallbox 11 kW + Wärmepumpe mittel installieren | 5,2 kW (21 %) · 10,0 kW (41 %) | 19,2 kW (79 %) · 24,5 kW (101 %) | Lastmanagement empfohlen — Volllast knapp über der Sicherung (200–600 €). |
| Bestand Durchlauferhitzer Dusche 18 kW; Wallbox 11 kW installieren | 6,5 kW (27 %) · 20,0 kW (82 %) | 17,5 kW (72 %) · 31,0 kW (128 %) | Lastmanagement empfohlen — Duschen während des Ladens überlastet die Sicherung. |
| Bestand E-Herd + Durchlauferhitzer Dusche; Wallbox 11 kW + Wärmepumpe groß installieren | 9,7 kW (40 %) · 28,0 kW (115 %) | 24,9 kW (103 %) · 44,0 kW (181 %) | Lastmanagement empfohlen (200–600 €); bei häufigem Auslösen Vorrangschaltung prüfen. |
| Bestand E-Herd + Durchlauferhitzer Dusche; Wallbox 22 kW + Wärmepumpe groß + Klimaanlage (1-phasig) installieren | 9,7 kW (40 %) · 28,0 kW (115 %) | 38,4 kW (178 %*) · 59,0 kW (277 %*) | Anschluss-Erweiterung empfohlen — rechnerisch auf 80 A (55,4 kW). |
* Prozentwerte beziehen sich auf die höchstbelastete Phase; die einphasige Klimaanlage belastet eine Phase zusätzlich. Die Volllast (alle Geräte gleichzeitig mit Nennleistung) ist selten, aber möglich — deshalb empfiehlt der Rechner schon dann Lastmanagement, wenn die Volllast die Hauptsicherung überschreitet.
Vertiefungsartikel
Warum SKA Elektrotechnik für die Hausanschluss-Beratung?
- Vor-Ort-Begehung kostenlos: Sicherungskasten-Sichtprüfung, Hauptzuleitungs-Querschnitt, freie LS-Plätze, Trafostations-Auslastung im Quartier
- Netzbetreiber-Erfahrung: FairNetz (Reutlingen), Stadtwerke Pfullingen, Stadtwerke Tübingen, NetzeBW (Stuttgart) — wir kennen die Anmelde- und Erweiterungs-Prozesse
- Lastmanagement statt Erweiterung wenn möglich: 200–600 € statt 3.000–9.000 €. Wir empfehlen die wirtschaftlichste Lösung.
- Sektorkopplung gedacht: Wenn Sie heute Wallbox installieren wollen, planen wir die Wärmepumpe und PV von morgen mit ein
- Normgerecht: DIN VDE 0100 mit Messprotokoll, DGUV-V3-Dokumentation
Vor-Ort-Begehung kostenlos anfragen
Sagen Sie uns Ihre Adresse, Hausanschluss-Größe (falls bekannt) und welche Geräte Sie planen — wir kommen in der Regel innerhalb einer Woche vorbei und liefern eine konkrete Empfehlung.
FAQ — Häufige Fragen zum Hausanschluss
Antworten zur Hausanschluss-Größe, Lastmanagement und Erweiterungs-Kosten.
Wie finde ich heraus, wie groß mein Hausanschluss ist?
Im Sicherungskasten oder Zählerschrank, ganz oben oder direkt am Zähler, finden Sie die Hauptsicherung — drei Schmelzsicherungen oder ein 3-poliger Selektivschalter mit Aufdruck wie '35 A' oder 'NH 25'. Diese Zahl ist Ihre Hausanschluss-Größe. Bei Unsicherheit: 35 A ist der häufigste Wert für Wohnhäuser ab 1990. In Bestandsbauten 1960–1980 oft 25 oder 32 A.
Was passiert wenn der Hausanschluss überlastet wird?
Die Hauptsicherung löst aus — der gesamte Strom im Haus fällt aus. Sie können nicht selbst zurücksetzen, sondern müssen den Netzbetreiber-Kundendienst rufen (Vorlauf: einige Stunden bis zum Folgetag). Bei wiederholter Auslösung verlangt der Netzbetreiber meist eine Anschluss-Erweiterung.
Wann reicht Lastmanagement, wann muss der Anschluss erweitert werden?
Faustregel: Wenn die realistische Auslastung nach Erweiterung unter 110 % liegt, löst Lastmanagement das Problem (200–600 € einmalig). Bei über 110 % wird auch mit Lastmanagement keine ausreichende Reserve übrig bleiben — Anschluss-Erweiterung auf 50 oder 63 A wird notwendig (3.000–9.000 € beim Netzbetreiber, Vorlauf 8–16 Wochen).
Was kostet eine Hausanschluss-Erweiterung in Reutlingen 2026?
Vom Standard 35 A auf 50 A: typisch 3.000–6.000 € (FairNetz-Anschlusskosten + Hauselektrik-Anpassung). Vom Bestand 25 A auf 50 A: oft 5.000–8.000 € weil zusätzlich der Hausanschluss-Kasten getauscht werden muss. Vorlauf: 8–16 Wochen je nach Auslastung des Tiefbaupartners. Detail im Wallbox-Lastmanagement-Beitrag.
Was bedeutet §14a EnWG für meinen Hausanschluss?
Seit 2024 müssen steuerbare Verbraucher (Wärmepumpe, Wallbox > 4,2 kW, Stromspeicher) für den Netzbetreiber drosselbar sein — im Engpass darf er die Leistung pro Verbraucher auf min. 4,2 kW reduzieren. Praktisch heißt das: Im worst case bei lokal überlastetem Niederspannungsnetz drosselt FairNetz/swt/NetzeBW Ihre Wallbox auf 4,2 kW. Dafür gibt's Netzentgelt-Reduzierung. Tritt selten auf, ist aber rechtlicher Rahmen.
Wie genau ist die Berechnung in diesem Tool?
Das Tool nutzt Verbraucher-Standardwerte aus DIN 18015-1 und konservative Gleichzeitigkeitsfaktoren — gut genug für eine Vorabprüfung. Real kann der Wert ±10–15 % abweichen je nach Gerätemodell und Nutzungsverhalten. Die Vor-Ort-Begehung berücksichtigt zusätzlich Hauptzuleitungs-Querschnitt, freie LS-Plätze und lokale Trafostations-Auslastung — Faktoren die das Tool nicht kennen kann.

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